SumUp Air – Kartenleser mit NFC Funktion im Review

Viele die ein Unternehmen haben überlegen früher oder später ob Sie auch Kartenzahlungen anbieten sollten. Oftmals scheitert dies an der vertraglichen Bindung mit Grundgebühren und langen Laufzeiten oder sehr teurer Hardware.

Solch eine Ausrüstung macht sicherlich auch für viele Unternehmen Sinn. Insbesondere wenn es um einen Kassenbetrieb geht wo ein Kunde nach dem anderen kommt. Hier ist ein Kassensystem mit Scanner usw. von Vorteil (übrigens bietet SumUp hier auch eine Lösung)

Aber Unternehmen wo nur selten mit Karte gezahlt wird (kleinere Bäcker, Imbissbuden etc.) oder wo man einen Kunden nach dem Termin einzeln abkassiert (Dienstleister) können so ein System wie das SumUp Air Terminal sicher Sinnvoll einsetzen. Auch auf Messen oder wenn man mobil arbeitet sind solche Geräte nützlich.

Sie haben keine festen Vertragslaufzeiten und keine festen Transaktionsgebühren, lediglich ein Prozentualer Anteil wird hier berechnet. Dieser liegt derzeit zwischen 0,95% und 2,75%.

Im nachfolgendem Video wird das Gerät einmal ausgepackt und vorgeführt:

Die Vorteile liegen auf der Hand. Man erhält ein kleines und sehr transportables Gerät. Zum Kassieren wird nur ein Smartphone oder Tablet mit Internetzugang benötigt.
In selbigen kann man den Betrag und Verwendungszweck anlegen oder ganze Artikel.

Wer mag kann einen Optionalen Belegdrucker kaufen, alle anderen können per eMail oder SMS einen Beleg versenden (der Zahlungsbeleg ersetzt keine Rechnung!):

Dadurch das nur eine Prozentuale Gebühr anfällt, empfiehlt sich dieses Gerät insbesondere für Unternehmen im niedrigen Preissegmet oder gelegentliche Kartenzahlungen.

Beispielsweise gibt es zwar auch Verträge bei anderen Anbietern wo man für die Transaktionen mit MasterCard (Credit/Debit/Business) lediglich 1% Gebühr bezahlt. Dafür aber nochmals z.B. 8cent je Transaktion und 15.-EUR Monatlich.
Daher lohnt sich das für den Händler nur, wenn der Händler dann auch viele Kartenumsätze im Monat tätigt. Beispielrechnung:

30x MasterCard oder VISA über je 15.-EUR:
SumUp =12,38 EUR Gebühren.
Aderer Anbieter =21,90 EUR

Mit steigendem Kartenumsatz geht das ganze aber zugunsten eines Festanbieters. Aber das Beispiel zeigt das bei einem geringerem Kartenumsatz die SumUp Version die kostengünstigere Alternative ist. Extrem wird der Unterschied hier bei Produkten im unteren Preissegment wenn mit V-Pay oder Maestro gezahlt wird:

5.-EUR je Artikel:
SumUp MasterCard/VISA/AmeX: 0,14 Euro Gebühren
SumUp Maestro/V-Pay: 0,05 Euro Gebühren
Anderer Anbieter: = 0,13cent Euro Gebühren + Grundgebühr & Gerätemiete  oder Kauf (600.- Aufwärts)

Einige werden jetzt sagen… Moment damit schmälere ich ja meinen Gewinn…. der schlaue Kaufmann rechnet die Kosten natürlich in den Kaufpreis ein. Auf der Steuererklärung können die Kosten zudem als „Nebenkosten im Geldverkehr“ wieder abgesetzt werden.
Zudem kostet auch Bargeld gebühren. Für die Einzahlung, Transport, Versicherung, Absicherung gegen Falschgeld usw.

Viele Händler erheben z.B. einen (oft Vertragswidrigen) Mindestumsatz für ihre Kunden von 5 10 oder gar 20 Euro. Derartiges ist in der SumUp Preisstruktur unsinnig, da die Gebühren mit steigen des Preises auch steigen und es keinen festen Mindestbetrag gibt. Allerdings beträgt bei SumUp der kleinste Abrechnungsfähige Betrag 1.-EUR.

Kartenleser im Einsatz

Nach dem Einrichten des Kartenlesers kann dieser beim Start des Arbeitstages gebootet werden (manchmal muss er mit dem Smartphone auch wieder neu gekoppelt werden, das geht aber beim erneuten koppeln recht flink).

Gibt man nun einen Betrag in die SumUp App ein, dann weckt dies Kartenleser aus dem StandBy und der Kunde kann die Karte einschieben oder…was wesentlich komfortabler ist… ranhalten. Dies geht derzeit jedoch nur mit Maestro, Visa, MasterCard, ApplePay, GooglePay und SamsungPay. Bei einer kontaktlosen Girocard ist eine Zahlung nicht möglich, da SumUp Girocard nicht unterstützt.

Wird Kontaktlos ein Betrag unter 25.-EUR gezahlt, entfällt idr. die PIN Eingabe.

Falls ein Kunde eine Kreditkarte nutzt welche eine Unterschrift erfordert, kann er auf dem Display des Smartphones/Tablets mit dem Finger oder einem kapazitivem Stift* unterschreiben.

Nachdem die Zahlung erfolgreich war kann man dem Kunden einen Beleg per SMS oder eMail zukommen lassen. Sollte ein Fehler bei der Zahlung bemerkt werden, so kann die Zahlung direkt in der App auch zur Stornierung veranlasst werden. Die Durchführung nimmt in der Regel scheinbar einige Tage in Anspruch und läuft nicht in Echtzeit (kann allerdings auch an den verwendeten Banken im Test gelegen haben).

Vor-/Nachteile auf einem Blick

+Kein Bargeldverkehr
+Geringere Gefahr vor Überfällen
+Keine Gefahren von Falschgeld
+Das Geld wird idr. nach 3-4 Tagen auf dem Konto gutgeschrieben
+Der Kunde kann auch dann bezahlen, wenn er kein Bargeld dabei hat
+Verbesserter Service für Kunden
+Höhere Reichweite durch mehr Akzeptanz weiterer Zahlungsmittel
+Keinerlei Vertragslaufzeit
+Geringe Anschaffungskosten (derzeit 79.-EUR zzgl. Steuern)
+Hohe Akkulaufzeit (ca. 500 Transaktionen)

-Benötigt ein Smartphone/Tablet
-Bon-Drucker nicht integriert
-hohe Prozentuale Gebühr für MasterCard/VISA, auch wenn es die Debit-varianten sind
-Touchscreen für Blinde Kartenzahler ungeeignet
-Kartenleser kann nicht wieder verkauft werden.
-keine Girocard Akzeptanz

 

Akzeptierte Zahlungsmittel:

Kreditkarten (2,75%):

Visa, MasterCard, American Express

Debitkarten (2,75%):
Visa Debit, Debit MasterCard

Debitkarten (0,95%):

Maestro-Card, V-Pay

 

Davon Kontaktlos:
Aller auf VISA und MasterCard, so wie V-Pay oder Maestro basierenden Zahlsysteme.

 

Und was ist mit EC-Karte?

Den Begriff EC-Karte nutzen wir Absichtlich nicht zum Beschreiben einer Kartenakzeptanz, da jeder unter EC-Karte etwas anderes versteht. Das liegt darin begründet, das in Deutschland bis 2007 die sogenannte EC-Karte der Deutschen Kreditwirtschaft das Zahlungsmittel Nr. 1 bei Kartenzahlungen war.
Allerdings ist MasterCard der Inhaber der Marke und des Logos „EC“.
Die Deutsche Kreditwirtschaft nannte Ihre Karte EC-Karte, da es vom EuroCheque stammte und später zum Zahlungssystem „Electronic Cash“ wurde.
Da MasterCard die Marke „EC“ wieder selber nutzen wollte läuft die ehemalige EC-Karte nunmehr als „Girocard“ seit rund zehn Jahren als Dachmarke für Electronic Cash und das Deutsche Geldautomatensystem. Die Girocard funktioniert nur innerhalb Deutschlands und hat daher meistens Maestro oder V-Pay als zusätzliche Anwendung auf den Karten verbaut.
SumUp greift auf diese CoBrandings zurück.

Unter EC-Karte versteht man im Jahre 2017 sowohl eine Debit-MasterCard wie auch eine Girocard. Manche jedoch auch etwas gänzlich anderes oder sie nutzen es als Ersatzbegriff für den Fachbegriff „Debitkarte“. Letzeres ist hier jedoch der fachlich korrekte Begriff, weshalb wir dies auch entsprechend Verwenden.

Ausschlaggebend hierfür waren Erfahrungsberichte von Kartennutzern welche bei Händlern oft die Aussage „Wir nehmen nur EC Karte“ erhielten und nicht mit Ihrer Maestro oder MasterCard zahlen konnten. Oft stellte sich später heraus das sowohl Maestro als auch MasterCard bei vielen eigentlich doch akzeptiert wurde (oder eines davon). Der Größte Teil versteht zwar „GiroCard“ darunter, aber ein extrem großer Teil auch völlig andere Konstellationen, bis hin zur Karte als Zahlungsmittel im Allgemeinen.
Da EC-Karte kein aktuell aktives Zahlungsmittel ist, nutzen wir nur die Fachlich korrekten Begriffe im Blog.

 

Noch Fragen? Diskutiere jetzt mit in unserem Forum:
https://forum.paymentfuture.de/discussion/12/sumup-jetzt-auch-mit-komplettem-kassensystem-am-markt

 

 

Weitere Informationen unter 

https://sumup.de/

 

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